Unsere Aktiven im Fokus: Basti Ubl mit erstem Podium


Aufgeregt und voller Freude ging es für mich und mein Team nach Assen in den Niederlanden. Es stand das erste Rennwochende der IDM Saison an. Die IDM ist die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft. Hier fahren Profis des Motorradsportes und neue Talente. Aufgeteilt ist alles in drei Klassen. Von unten, mit der geringsten Leistung angefangen, gibt es die Supersport 300 Klasse. Hier fahren meist die jüngeren Fahrer und Talente und beweisen sich auf den 300 ccm Motorrädern, die es auf dem Markt zu erwerben gibt. Darauf folgt die Supersport 600 und Superstock 600 Klasse. In dieser Klasse versuche ich mich zu beweisen. Ich fahre in der Superstock 600 Klasse, hier darf im Gegensatz zur Supersport 600 Klasse nicht viel am 600ccm Motorrad verändert werden. Beide Klassen fahren zusammen, werden aber getrennt gewertet.
Dann folgt die größte Klasse die Superbike 1000 Klasse, diese wird oft als Königsklasse der IDM betitelt. Zu den Klassen der
IDM fahren im Rahmen der Veranstaltungen noch verschiedene Cup- Serien und Sidecars mit.

Donnerstags kamen wir mittags an und fingen an unsere Box einzurichten, damit wir freitags bereit waren die anstehenden Trainings zu absolvieren. Der Freitag begann mit dem ersten freien Training um 10:20. Durch ein technisches Problem kam ich dort leider nicht zum Fahren und musste dann im zweiten freien Training um 14:00 angreifen.

Im zweiten freien Training konnte ich dann direkt meine Zeit vom letzten Jahr verbessern und ich bin mit einem positiven Gefühl ins erste Qualifying um 16:35 gegangen. Ich konnte mich hier wieder verbessern und konnte mit einem guten Gefühl den Samstag um 12:00 mit dem zweiten Qualifying starten. Da ich mit der Strecke gut zurecht kam und mich auf dem Motorrad wohl fühlte. Leider konnte ich mich im
zweiten Qualifying nicht mehr verbessern und bin so von Position 8 aus, in meiner Klasse, ins erste Rennen um 16:45
gegangen.

Nach einer Massenkarambolage in der ersten Kurve fand ich direkt ein guten Rhythmus und konnte mir am Ende mein erstes Podium auf Platz 3 sichern. Ich war überwältigt. Ich hatte mein erstes IDM Podium eingefahren. Die harte Arbeit wurde endlich belohnt. Ich konnte es gar nicht glauben. Erst in der letzten Runde wurde mir langsam klar, dass ich als dritter in meiner Klasse über Start/ Ziel gefahren war. Davor war mir nur wichtig den Abstand nach hinten zu halten und meine Vordermänner nicht aus den Augen zu verlieren. Als ich dann ins Parc Ferme fuhr war ich nur dankbar, ich war erleichtert, endlich hatte ich einen Podiumsplatz eingefahren.

Der Sonntag starte um 11:30 für mich mit einem kurzen Warm Up. Um 16:00 ging es dann in das zweite Rennen, nach einem dritten Platz im ersten Rennen war ich selbstbewusst. Doch leider war es nicht mein Tag, ich fand keinen Rhythmus und habe mir schwer getan konstant zu fahren. Das zweite Rennen beendete ich dann auf Platz 7. Leider mein gutes Gefühl für das Motorrad weg und meine Muskulatur der Unterarme machte zu. Somit war das Rennen für mich gelaufen.

Das nächste Rennen findet auf dem Sachsenring statt. Obwohl es für mich in den Niederlanden durchwachsen lief, werde ich mit einem guten Gefühl an den Sachsenring starten, da mir diese Strecke viel Spaß bereitet und ich bisher dort gut zurecht kam. Ich bin gespannt, was die nächste Veranstaltung mit sich bringt und werde mein Bestes geben.